August in Deutschland

Der japanische August: Heißester Monat des Jahres, Feuerwerke, Sommerfeste, Musikfestivals. Viele meiner europäischen Freundinnen versuchen im Sommer der japanischen Hitze zu entfliehen, ich finde den Sommer inzwischen gar nicht mehr so schrecklich – zumal er dieses Jahr für japanischen Verhältnisse eher kühl war.

Trotzdem waren mein Sohn und ich diesen August für fast drei Wochen in Deutschland. Der Grund war schlicht ein Familienfest, an dem ich teilnehmen wollte. Ganz ehrlich: Zweieinhalb Wochen haben uns auch gereicht. Natürlich freue ich mich riesig, Familie und Freunde zu treffen. Nur das ganze Ringsherum – um nicht zu sagen “Deutschland” – brauche ich nicht wirklich.

Selbstverständlich möchte ich euch nicht euer Land erklären (meins ist es nach 15 Jahren in Japan nicht mehr so wirklich), aber anbei ein paar unsortierte Gedanken zu dieser “Heimreise”.

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Die Top 5 Japans unpopulärster Reise-Präfekturen

Wer in den letzten Jahren in den Touristenorten Japans unterwegs ist, weiß: Es ist voll. Vor allem Kyoto ist ein Symbol für Übertourismus, wenn die Massen auf den Straßen zwischen Tempeln und Schreinen dicht an dicht stehen.

Jeder, der schon einmal abseits der touristischen Pfade gereist ist, weiß aber auch, dass das Problem räumlich stark eingegrenzt ist. Tokyo sieht die meisten Reisenden, darauf folgen Osaka und Kyoto. Das weiß ich so genau, weil die japanische Tourismusbehörde einen Bericht dazu veröffentlicht hat. In diesem werden u.a. die Zahlen der Übernachtungen pro Präfektur veröffentlicht.

Wenn bekannt ist, wo die meisten Menschen übernachten, weiß man natürlich auch das Gegenteil: Wo übernachten denn die wenigsten Leute? Wo sind die Straßen nicht überfüllt?

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Super Kabuki: Zwischen Tradition und “Prinzessin Mononoke”

Der japanische Film mit dem höchsten Einspielergebnis im letzten Jahr war ein Anime-Film: “Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – The Movie: Infinity Castle” erzielte sagenhafte 210 Millionen Euro an der Kinokasse. Unter den Top 5 befand sich tatsächlich nur ein Realfilm. Auf Platz 2 landete “Kokuhō” mit noch immer stattlichen 105 Millionen Euro.

Dass Anime-Filme zu beliebten Serien viel Geld einspielen ist keine Überraschung. Dass ein 3-stündiger Film über die klassische japanische Theaterform Kabuki (歌舞伎) das gleiche tut, ist sensationell. Der Film lief mehr als ein Jahr lang in den japanischen Kinos und ist der erfolgreichste japanische Realfilm aller Zeiten.

Ein wenig trug ich dazu auch bei, ich war aus reiner Neugier nämlich auch im Kino. Danach nahm ich mir vor, 2026 Kabuki live zu sehen. Und weil ich zumindest meist eine Frau meiner Worte bin, und sich eine gute Gelegenheit bot, setzte ich dieses Vorhaben Anfang Juli um. Es ging ins “Prinzessin Mononoke”-Kabuki.

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Der Geburtsort des japanischen Buddhismus: Der Hieizan-Enryaku-Tempel in Shiga

In Japan gibt es um die 55.000 Conbinis, 24-Stunden-Läden. Man findet an jeder Ecke einen, innerhalb von zehn Minuten Laufentfernung von meinem Haus stehen sieben.

Aber: Es gibt in Japan sogar über 77.000 buddhistische Tempel. Die meisten sind klein und eher unscheinbar, aber einige haben große historische Relevanz. Zu letzterer Kategorie zählt der Enryaku-Tempel (延暦寺 Enryaku-ji) auf dem Berg Hiei (比叡山 Hiei-zan) in Shiga an der Grenze zur Präfektur Kyoto.

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